Soziales Lernen an der Graf-Anton-Schule

Lernen bedeutet für uns nicht nur die Inhalte und Kompetenzen in den verschiedenen Schulfächern zu unterrichten. Wir möchten unseren Schülerinnen und Schülern auch wichtige Kompetenzen im zwischenmenschlichen Miteinander vermitteln. Daher legen wir von Anfang an viel Wert auf das soziale Lernen. Wertschätzung und gegenseitiger Respekt spielen dabei eine tragende Rolle (siehe “Leitbild”).

In Klassenstufe 5 findet unter der Leitung unseres Gemeindereferenten Charly Schmitt ein Kennenlerntag zum Thema “Gemeinsam sind wir stark” statt. An diesem Tag lernen die neuen 5er nicht nur sich und ihre Klassenlehrer genauer kennen, sondern auch – auf spielerische Weise – wie sie alle ein gutes Team werden können.

Ein Dienst an der Allgemeinheit, aber auch um das Umweltbewusstsein unserer Schülerinnen und Schüler von Beginn an zu fördern, ist die jährliche Teilnahme an Picobello. Mit Mülltüten und Sammelzangen bewaffnet, begeben sich unsere 5er auf “Jagd” und befreien die Natur von achtlos weggeworfenen Dingen.

Der Kennenlerntag aus Klasse 5 findet eine Erweiterung in Klassenstufe 7, wenn die Schülerinnen und Schüler für drei Tage zur Marienburg nach Bullay an der Mosel fahren. In der dortigen Jugendherberge verbringen sie sogenannte “Einkehrtage”, bei denen sie sich intensiv mit ihrem bisherigen und weiteren Lebensweg auseinandersetzen und reflektieren, wie sie mit anderen Menschen interagieren.

Darüber hinaus gibt es seit einigen Jahren an unserer Schule das Projekt der Streitschlichter. Diese verfahren nach dem Motto: Wenn Zwei sich streiten, hilft ein Dritter. Nicht immer muss ein Erwachsener dabei helfen, einen Konflikt zwischen Schülern zu klären. Manchmal ist es sogar besser, wenn Gleichaltrige helfen. Unsere ausgebildeten Streitschlichter lernen im Rahmen einer AG, die sich regelmäßig trifft, aber auch in speziellen Seminaren, wie man ein Verfahren anwendet, um Streit beizulegen. Dabei leitet der Streitschlichter das Gespräch und erhellt die Hintergründe des Konflikts. Es geht dabei nicht um eine Schuldzuweisung oder gar Bestrafung. Gemeinsam mit den hilfesuchenden Schülerinnen und Schülern findet der Streitschlichter eine einvernehmliche Lösung, mit der beide Seiten zufrieden sind und der Streit beigelegt werden kann. Es gibt also keine Verlierer, nur Gewinner.